Craniosacral für Babys

Die sanften Berührungen der Craniosacral-Therapie werden von Kindern und Babys besonders gut angenommen. Ich freue mich immer besonders, meine kleinsten PatientInnen zu fühlbar mehr Wohlbefinden und die Ausgeglichenheit führen zu können.

Gerade Symptome wie häufiges Schreien und Unruhe, 3-Monats-Koliken, Stillprobleme, Schlafstörungen oder ein Schiefhals lassen sich mit einer Craniosacral-Behandlung lindern.

Die Behandlung läuft vollkommen unkompliziert ab. Sie sitzen entspannt mit Ihrem Baby auf einem Sofa, ich setze mich mit einem Hocker dazu und nehme Kontakt mit Ihrem Baby auf. Sie dürfen Ihr Baby während der Craniosacral-Behandlung ruhig stillen bzw. füttern. Sie dürfen ruhig Fragen stellen. Eine gute, begleitende Kommunikation zwischen der Mutter, gerne auch beiden Eltern, und mir ist für den Behandlungserfolg förderlich.

Die Kosten für eine Behandlung liegen bei 108 € (incl. MwSt.) - wenn Sie eine Privat oder Zusatzversicherung haben, können Sie die Rechnung einreichen.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Baby kennen zu lernen!

Artikel von mir zum Thema 3-Monats Koliken, Schreibabys und was dahinter steht:



Mir kommt immer noch oft zu Ohren, dass die 3-Monats Koliken Darmprobleme und Blähungen sind. Es ist mir ein Anliegen hier einige Informationen dazu zu geben, die durch eigene Erfahrung, meine Arbeit und Recherchen von anderen stammen.

Wenn ein Baby zur Welt kommt ist das ein rießen Akt, den das Baby und die Mama leisten. Ohne dass irgendetwas schief läuft ist es eine große Anstrengung für beide.
Der Kopf des Babys muss durch den Geburtskanal, was eng ist und dann noch um die „Ecke“ sozusagen.
Bei Kaiserschnitten werden die Babys aus dem Bauch rausgeholt, was andere Thematiken mit sich bringt.
Der Nacken und Kopf sind bei der Geburt demnach sehr im Vordergrund und unter starkem Druck.
Wenn Du Dir vorstellst, dass der 10. Hirnnerv den Darm versorgt und eben links und rechts am Nacken nach unten läuft, ist gut nachvollziehbar, dass wenn hier Spannungen und Blockaden sind, sich das auf die Verdauung auswirkt. Das heißt, der Nerv kann nicht ungehindert fließen und leiten und das bringt dann unter anderem die Kolik Symptome zu Tage.

Ein weiterer Punkt ist, dass die meisten Babys immer um ähnliche Zeiten wiederholend die „Koliken“ haben. Wenn es wirklich die Verdauung wäre – dann hätte das Baby nach jeder Mahlzeit Koliken. Entweder es hat tatsächlich Probleme mit dem Verdauen oder nicht.
Es ist nicht möglich, dass es nur zu bestimmten Zeiten auftritt. Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Natur es so einrichtet, dass die Muttermilch nicht verdaut werden kann!
Da steckt etwas anderes dahinter.
Was auffällt ist, dass diese „Unruhe“ Kolik Zeiten oftmals mit Geburtszeit, Wehenstart oder sonstigen Geburtsintensiven Momenten zusammen hängen. Nicht immer, aber oft zu beobachten.

Bei einer Geburt wirken extreme Kräfte auf den Körper des Babys – es wurde einmal verglichen mit der Intensität, wie wenn 27 Knochen auf einmal im Körper brechen.
Ich habe selbst 2 Geburten erfahren und kann das bestätigen.
Das ist ein gewaltiger Akt und häufig „hängt“ da was – was sich in Spannungen und Blockaden ausdrückt. Das heißt nicht, dass etwas dafür „schief“ gelaufen sein muss – der grosse Druck und das sich durchzwängen durch den Geburtskanal ist eine aussergewöhnlich intensive Erfahrung. Unruhe, Koliken, Schlafstörungen, Stillprobleme sind einige Symptome die auf Spannungen hindeuten.
Da ein Baby sich durch weinen und schreien ausdrückt, ist das die einzige Möglichkeit zu „erzählen“ was da hängt.
Ich vergleiche das gerne mit einer Schallplatte, wo ein Sprung drinnen ist, da bleibt es dann immer an der gleichen Stelle hängen. So ist das auch bei den Babys, meist zu ähnlichen Zeiten, bleibt es „hängen“ und das Weinen und die Unruhe fangen an.

Werden diese Spannungen gelöst, so werden die Kolik Symptome schnell weniger und lösen sich auf.

Was Du – wenn Du willst – ausprobieren kannst ist, dass wenn das Baby anfängt zu weinen (Hunger, Müdigkeit, volle Windel sind ausgeschlossen, das lernt man als Mama schnell, was welches Weinen zu bedeuten hat), dann setz Dich mit Ihm hin, und lass es erzählen. Ja, das ist sehr fordernd, da wir meistens das Gefühl haben, etwas tun zu müssen. Und doch berichten mir immer wieder Mamas, die das versuchen, wie es das Weinen nach einiger Zeit nachlässt und sich „etwas“ verändert.

Was auch eine schöne Möglichkeit ist, die Du selber tun kannst ist, dass Du dem Baby die Geburt aus Deiner Sicht erzählst, also so wie Du es einer Freundin erzählst.
Das Baby hat die Geburt für sich erlebt und Du auf Deine. Häufig unterstützt das, dass wie bei einem Puzzle Teile zusammenkommen und somit ein Ganzes Bild daraus wird – was zur Folge hat, dass Entspannung fühlbar wird.

Ich bin immer wieder berührt, wie intelligent der Körper ist und dass er immer unterstützend ist – wenn wir lernen darauf zu hören! Bei Babys ist das für mich ein wichtiger Punkt.

Es geht immer mehr in die Richtung, dass für Symptome Medikamente genommen werden. Ja auch für Babys werden immer öfter auch Beruhigungsmedikamente gefordert und verschrieben.
Für mich ist das der reine Wahnsinn. Das löst nichts, sondern deckt nur zu.
Wo landen wir dann, wenn wir immer alles nur noch zudecken und unterdrücken?

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Zeit mit Euren Babys und traut euch zuzuhören!
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Herzlich,
Michaela

michaela-weiss.at